Metallbauer/in und Metallbearbeiter/in

Metallbauer/-in ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Zwischen- und Abschlussprüfung finden vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer statt.
Metallbearbeiter/-in ist eine gestufte Berufsausbildung für Behinderte nach dem Berufsbildungsgesetz (§ 48 des BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Zwischen- und Abschlussprüfung finden vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer statt. Bei Eignung ist eine Umschreibung des Ausbildungsvertrages zum Metallbauer möglich.
Metallbauer und Metallbearbeiter fertigen praktisch alles, was Eisen und Stahl hergeben: Überdachungen, Fassadenelemente, Türen, Tore, Fensterrahmen und Schutzgitter. Sie sind vor allem in Metallbaubetrieben, Schlossereien und Schweißereien tätig. Dort arbeiten sie in Werkstätten oder Werkhallen. Für Montagearbeiten müssen sie "raus auf die Baustelle".
Metallbauer und Metallbearbeiter unterscheiden sich dadurch, dass Metallbearbeiter weniger anspruchsvolle Tätigkeiten verrichten als Metallbauer.
Metallbauer/in Fachrichtung Konstruktionstechnik
Aufgaben und Tätigkeiten
- Be- und Verarbeiten von Blechen und Profilen
- Fertigen von Werkstücken durch unterschiedliche Bearbeitungstechniken wie Anreißen, Spanen, Umformen, Schmieden, Schweißen, Nieten, Kleben, Schrauben
- Zusammenfügen der gefertigten Einzelteile zu Baugruppen
- Herstellen und Instandsetzen von
- Türrahmen, Gittern, Geländern, Schließanlagen, Sicherheitseinrichtungen
- Werkstücken, Bauteilen und Gebrauchsgegenständen (u.a. Beschläge, Verankerungen, Metalltore)
- Türrahmen, Gittern, Geländern, Schließanlagen, Sicherheitseinrichtungen
- Montage und Demontage von Maschinen, Geräten und Apparaten.
Metallbearbeiter/in
Aufgaben und Tätigkeiten
- bearbeiten Metalle, manchmal auch Kunststoffe,
- stellen Gewinde her,
- setzen nach Zeichnungen Einzelteile zusammen,
- pflegen und warten ihre Maschinen und Werkzeuge,
- arbeiten mit Feilen, Raspeln, Sägen, Hämmern, Metallscheren, Schneidbrennern, Meßzeugen, Löt- und Schweißapparaten,
- arbeiten in Werkstätten,
- sind beispielsweise in der Eisen- und Metallwarenindustrie und in Handwerksbetrieben tätig.
- Bleche, Rohre, Profile aus Stahl, Kunststoffen, Nichteisenmetallen
- technische Unterlagen, Skizzen, Schaltpläne
- Meßgeräte, Sägen, Scheren
- Schrauben, Muttern, Bolzen, Stifte, Winkel, Dübel
- Bohrmaschinen, Schweißeinrichtungen, Pressen
- Seil-, Ketten-, Hubzüge, Winden
- Steuer-, Regel-, Kontroll-, Sicherheitseinrichtungen
Die Metallbauer und -bearbeiter werden in den Werkhallen des bbw und bei Auftragsarbeiten, die das bbw ausführt, ausgebildet. Jeder Auszubildende soll mindestens ein Betriebspraktikum durchlaufen, es können auch gern 2 oder 3 sein. Mehrere 1- bis 4-monatigen betrieblichen Ausbildungsphasen finden schwerpunktmäßig im 2. und 3. Ausbildungsjahr statt. Am Ende der Ausbildung kann ein Praktikum hinzukommen, das dem Teilnehmer bei der Suche nach einem Arbeitsplatz helfen soll. Bereits während der Ausbildung können die Auszubildenden im bbw Hamburg die Schweißerprüfung nach EN 287-1 ablegen, die ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt wesentlich erhöht. Weitere Bestandteile der Ausbildung sind z. B. ein Aluminium-, ein Maschinen- und ein Kunststofflehrgang.
Quelle: BBW und Bundesagentur für Arbeit
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